Die Kostenrechnung

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Die Kostenrechnung

Um eine Preiskalkulation für eine  Leistung, egal ob für Handel, Service oder Produktion durchzuführen, gibt es klassische Regeln, wobei alle Kosten in die Kostenrechnung mit einbezogen werden.

Wenn man heute jedoch als Konsument die täglichen Sonderangebote aller Branchen betrachtet, so beweist dieses die individuelle firmeneigene Kalkulationsphilosophie mit folgenden Gedanken:

Sollen alle Investitionen und Gemeinkosten mit in die Kostenrechnung einbezogen werden, oder sollte man, um günstiger anbieten zu können, nur die reinen Produktherstellungskosten kalkulieren? (Im realen Wirtschaftsleben bedeutet dies den ersten Schritt in den Ruin!)

Muss man den üblichen Gewinnaufschlag immer beibehalten oder darf man alternativ in Erwartung großer Absatzzahlen nur einen kleinen Gewinn aufschlagen?

Nur zwei Denkansätze von vielen möglichen Varianten, die unter massivem Konkurrenzdruck entstehen.
Bei Schülerfirmen können die Möglichkeiten noch vielfältiger und extremer sein, besonders wenn das Gewinnstreben hinter dem Lerneffekt zurücktritt.

In dem nachfolgend aufgezeigten auf Schülerfirmen bezogenen Modell, kann jeder Verantwortliche bei der Umsetzung für sich entscheiden,
-  welche Positionen der Gemeinkosten übernommen werden,
-  für welche Arbeiten Personalkosten veranschlagt werden
-  welche Gewinnaufschläge eingesetzt werden.

Im folgenden Modell sind für die Kostenrechnung drei Informationen notwendig:

1. Ermittlung der Gemeinkosten
d.h. die Kosten, die bei einem Geschäftsbetrieb unabhängig von der Umsatzgröße in dem Geschäftsjahr anfallen.
Beispiele:

a. Anschaffungen
z.B.  Werkzeuge für PC Service/Reparatur
Bürogrundausstattung  Ordner, Locher, Hefter, Papier,
Zähluhren für Marktforschung
z.B. Nähmaschinen -  Videokamera  – Drucker – PC Software

b. Marketingkosten
Flyer
Plakate
Anzeigen

c. Ausbildung
z.B. Kosten für notwendige Kurse, um die Aufgaben besser zu lösen.

d. Sonstige Kosten, die evtl. anfallen können:
z.B. Miete
Versicherungen
Energiekosten

Alle diese Kosten können individuell ganz oder teilweise als Gemeinkosten auf die Herstellungskosten des Geschäftsjahres aufgeschlagen werden, bei größeren Anschaffungen auch auf einen größeren Zeitraum (mehrere Jahre).

2. Ermittlung der Individualkosten für die Produktherstellung/Serviceleistung

Materialkosten
Lohnkosten und sonstige Kosten.

3. Absatzplanung

Eine Kostenrechnung unter anteiliger Aufteilung der Gemeinkosten lässt sich nur dann durchführen, wenn Absatzdaten (Verkaufszahlen in Stück) vorliegen.

Ist die Absatzplanung zu hoch angesetzt, werden die Gemeinkosten nicht vollständig weitergegeben. Wird dagegen mehr verkauft als geplant, liegt der Gewinn höher.

Beispiel einer Kostenrechnung bei einer Schülerfirma, die Handtaschen näht und verkauft:

Gemeinkosten1

Gemeinkosten2




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