Der Businessplan

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Der Businessplan

Wird auch Unternehmenskonzept genannt.

Bei jeder Existenzgründung steht als Aufgabe an oberster Stelle die Erstellung eines Businessplans. Keine Bank oder keine Sparkasse wird einem Unternehmer nicht einmal ein Geschäftskonto einrichten, geschweige einen Kredit gewähren,ohne dass ein Businessplan vorliegt. Unabhängig davon, dass die Banksich über die Erfolgschancen des neuen Unternehmens informieren möchte, ist der Businessplan für jeden Unternehmer selbst die wichtigste Hilfe um die Chancen seiner Geschäftsidee am Markt kurz- und mittelfristig  zu checken.

Der Umfang des Businessplanes richtet sich nach der Unternehmensgröße. Für mittelständische Unternehmen wird er mindestens 50 Seiten umfassen, für eine Schülerfirma  genügen 10 bis 15 Seiten. Aus Unwissenheit und Bequemlichkeit unterbleibt diese Arbeit häufig. Man hört auch nicht selten, dass dafür keine Zeit zur Verfügung steht. Aus Erfahrung kann man sagen, dass das bedauerlich und leider eine Fehleinschätzung der Situation ist.

Der Businessplan soll das Unternehmen repräsentieren und muß entsprechend auch optisch gut gestaltet sein.

Es gibt Mappen im Handel die sich sehr gut dafür eignen. Die Außenseite ist eine Klarsichtfolie.

Der Inhalt sollte dann folgendermaßen gegliedert sein

  1. Titel: Businessplan, Name, Logo und Anschrift der Schülerfirma
  2.  Inhaltsverzeichnis
  3. Vorstellung des Teams der Schülerfirma, mit Foto und mit Darstellung warum diese Geschäftsidee gewählt wurde
  4. Erläuterung der Geschäftsidee mit Beschreibung der Leistung, die erbracht werden soll.
  5. Welche Marktchancen hat das Produkt mit Erläuterung der vorgesehenen Marktanalyse
  6. Preisstrategie.
  7. Vertriebsstrategie
  8. Welche Werbemittel sollen eingesetzt werden?
  9. Rechtsform der Schülerfirma.
  10. Organigramm.
  11. Finanzplan.
  12. Unternehmensziele.

    Die Inhalte des Businessplans

     

    1. Titelseite
    Vorerst eine deutliche Kennzeichnung, dass  es sich um einen Businessplan handelt.
    Dann der Name der Schülerfirma mit dessen Logo  und  Anschrift.

     

    2. Inhaltsverzeichnis
    Hier werden alle Themen aufgeführt.

     

    3. Vorstellung des Teams der Schülerfirma
    mit Foto und mit Darstellung, warum diese Geschäftsidee gewählt wurde.

     

    4. Erläuterung der Geschäftsidee mit Beschreibung der Leistung, die erbracht werden soll.
    Unter diesem Thema sollte die Geschäftsidee ausführlich undsehr sorgfältig erarbeitet und beschrieben werden.
    Wenn Schülerfirmen mit ihrer Idee scheitern, ist häufig darauf zu wenig Zeit verwendet worden.

     

    5. Welche Marktchancen hat das Produkt ( die Idee),
    mit Erläuterung der vorgesehenen Marktanalyse. Hier ist ein Check notwendig und zweckmäßig. Vorlage finden Sie auf unserer Website unter „Erste Hilfe“ Geschäftsideecheck/ (http://schuelerfirmen.com/index.php/erste-hilfe/geschaeftsidee-check/).

     

    6. Preisstrategie
    Eine entscheidende Frage für den Erfolg ist der Preis der für die Leitung gefordert werden soll.  Ein zu hoher Preis ist ebenso schädlich wie ein zu niedriger, der keinen Profit bringt und evtl. Probleme mit der Wirtschaft bringt.

     

    7. Vertriebsstrategie
    Wie soll das Produkt vertrieben werden? Ohne ein Vertriebskonzept ist das beste Produkt wertlos. Egal ob es ich um eine Dienstleistung oder  um eine handwerklich hergestellte Ware handelt. Dieser Punkt ist ausführlich zu besprechen, und gehört auf jeden Fall in den Businessplan.

    8. Welche Werbemittel sollen eingesetzt werden?
    Ein wichtiges Thema über das sich die Schüler frühzeitig und ausführlich Gedanken machen müssen. Die beste Geschäftsidee und die besten Produkte nützen nichts, wenn  sie nicht bekannt gemacht werden. Die Möglichkeiten sind bei einer Schülerfirma, besonders aus finanziellen Gründen, begrenzt, bieten aber trotzdem effektive und preiswerte Chancen, wie z.B.Flyer und Aushänge an der  Schulpinnwand.

    9. Rechtsform der Schülerfirma.
    Es wird beobachtet, dass dieses Thema von vielen Schülerfirmen vernachlässigt wird. Automatisch gilt dann als Rechtsform die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gewählt. Hier haben alle Schüler die gleichen Rechte an der Firma. Vielfach werden aus Gründen der Finanzierung und Haftung auch Organisationsformen wie GmbH, AG, Genossenschaften und auch als gemeinnütziger Verein gewählt. Selbstverständlich  bleiben dabei im Rahmen der schulischen Veranstaltung die Organisationsformen für Schülerfirmen rechtsunwirksam und müssen z.B. als Schülerfirmen GmbH (SGmbH) gekennzeichnet werden. Eine frühzeitig festgelegte Rechtsform kann auch ein wichtiges  Lernziel bedeuten.

    10. Organigramm
    Die Aufgaben und Verantwortungen innerhalb der Schülerfirma sollten frühzeitig im Businessplan festgelegt werden.  Bei Bedarf könnte später noch korrigiert werden.


    11. Finanzplan
    Für jede Existenzgründung braucht man Geld. Wofür und wieviel, und vor allen Dingen woher man es bekommt ist ein sehr wichtiger, unverzichtbarer Punkt für das Unternehmenskonzept.

    12. Unternehmensziele
    Besonders für mögliche Kapitalgeber ist es vertrauenserweckend, wenn bereits in diesem frühen Stadium Unternehmensziele genannt werden. Dieses könnte von der Geschäftserweiterung, über die Festigung mit späterer Übergabe an ein jüngeres Team, bis zur Umwandlung in ein reales Kleinunternehmen sein.